Das Antriebskonzept
Das Antriebskonzept wird um ein 18 Gang Pinion Getriebe mit Frontantrieb entwickelt. Dieses Getriebe hat eine feine Abstufung mit gleichmäßigen Gangsprüngen von 11,5% und mit 636% die größte Bandbreite im Fahrradschaltungsbereich. Es ist konzipiert für eine Laufleistung von mindestens 60.000 km, und benötigt als Wartung lediglich einen jährlichen Ölwechsel. Die Pedale werden einer elliptischen Bahn folgen, um Bauhöhe zu sparen. Das kommt der Aerodynamik, aber vor allem der Übersicht zugute. Es sollen 20″ Laufräder eingesetzt werden, um bei einer geringen Fahrzeugbreite einen möglichst großen Lenkeinschlag zu erreichen. Die elektrische Unterstützung erfolgt durch vier kleine Radnabenmotoren mit jeweils ca. 75 – 100 W Spitzenleistung. Die Motoren sollen klein und leicht sein, um ein komfortables Fahrverhalten und ein gutes Ansprechverhalten der Federung zu realisieren. Somit verfügt das Fahrzeug über einen Allradantrieb. Steile Passagen auf unbefestigten Wegen werden dadurch problemlos befahrbar. Um den Antrieb mechanisch möglichst einfach zu halten, wird rückwärts fahren elektrisch gelöst. Durch Freiläufe in den Antriebsrädern ist kein Differential notwendig.
Gründe für den Frontantrieb
In erster Linie soll auf eine Kette verzichten, da es sich um ein verschleißanfälliges Bauteil handelt, was regelmäßig getauscht werden muss. Die Länge der Kette ist in einem Velomobil, wie auch bei klassischen Liegerädern mehr als 3 Meter und wird in den meisten Fahrzeugen durch zahlreiche Röhren und Umlenkungen geführt. Das führt zu einer erhöhten Reibung. Zudem ist in einem Velomobil das Platzangebot sehr begrenzt. Die Kraft wird vorne eingeleitet. Wird diese direkt vorne verarbeitet, entfällt ein platzraubender Antriebsstrang. Hinter dem Sitz entsteht dadurch ein größtmöglicher Stauraum, was die Alltagstauglichkeit erhöht und genug Platz für Reisen ermöglichen soll.